Gilt das Bestellerprinzip auch beim Verkauf von Immobilien?

Gilt das Bestellerprinzip auch beim Verkauf von Immobilien?

17.10.2017

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Aktuell noch nicht. Die Diskussion ist jedoch derzeit wieder in vollem Gange. Gleichzeitig mit der Mietpreisbremse wurde auch das sogenannte Bestellerprinzip verabschiedet und in Kraft gesetzt. Dieses besagt, dass „wer bestellt, auch zahlt.“ Das Bestellerprinzip gilt im Moment jedoch nur für die Vermittlung von Mietimmobilien. Kaufimmobilien, sowie Gewerbeimmobilien und Ferienwohnungen sind ausgenommen.
Wer die Maklerprovision beim Verkauf bzw. Kauf bezahlt, ist im Moment stark von regionalen Gepflogenheiten abhängig. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg zahlt in der Regel nur der Käufer eine Maklerprovision, während in den übrigen Bundesländern Verkäufer und Käufer sich zumeist die Maklerprovision teilen.
Seit der Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 gibt es immer wieder Diskussionen, ob dieses auf Kaufimmobilien ausgeweitet werden soll, um den Kauf eines Eigenheims bezahlbarer zu machen. Immobilienverbände weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der eigentliche Preistreiber beim Kauf häufig die Grunderwerbssteuern sind. Diese sind in den letzten Jahren in vielen Bundesländern stark gestiegen. Bayern und Sachsen bilden hier eine positive Ausnahme mit 3,5 %. In vielen anderen Bundesländern werden bis zu 6,5 % des Kaufpreises fällig.

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