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Am 14. Mai stand das Bestellerprinzip für Immobilienverkäufe im Bundestag zur Abstimmung.
Mit dem Gesetz zur Regelung der Maklerkosten beim Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern haben sich die Abgeordneten für die Beibehaltung der Doppeltätigkeit ausgesprochen und damit das Leitbild des Immobilienmaklers, der als Mittler zwischen Verkäufer und Käufer fungiert, untermauert.
Das Gesetz wird voraussichtlich am 05. Juni vom Bundesrat gebilligt und tritt demnach Mitte / Ende Dezember 2020 in Kraft.

Wer die Maklerprovision beim Verkauf bzw. Kauf bezahlt, ist im Moment stark von regionalen Gepflogenheiten abhängig. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen und Hamburg zahlt in der Regel nur der Käufer eine Maklerprovision, während in den übrigen Bundesländern Verkäufer und Käufer sich zumeist die Maklerprovision teilen.
Seit der Einführung des Bestellerprinzips im Jahr 2015 gibt es immer wieder Diskussionen, ob dieses auf Kaufimmobilien ausgeweitet werden soll, um den Kauf eines Eigenheims bezahlbarer zu machen. Immobilienverbände weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der eigentliche Preistreiber beim Kauf häufig die Grunderwerbssteuern sind. Diese sind in den letzten Jahren in vielen Bundesländern stark gestiegen. Bayern und Sachsen bilden hier eine positive Ausnahme mit 3,5 %. In vielen anderen Bundesländern werden bis zu 6,5 % des Kaufpreises fällig.
Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass künftig der Grundsatz gilt, dass derjenige, der dem Makler als zweites einen Auftrag erteilt nicht mehr zahlen soll als der Erstauftraggeber. Bei dem Zweitauftraggeber handelt es sich überwiegend um den Käufer. Dieser soll künftig nicht mehr alleine die Provision zahlen, wenn der Immobilienmakler vom Verkäufer zuerst ins Boot geholt wurde. Das bedeutet, dass der Immobilienmakler nicht mehr provisionsfrei für den Verkäufer tätig werden kann.

Aus unserer Sicht eine sehr faire und vernünftige Regelung.